Jan Hagenkötter

Ich bin dankbar und glücklich für die Zeit, die wir miteinander verbringen konnten und ich denke an die schönen Dinge, die wir gemeinsam gestaltet und erlebt haben. Durch Namé habe ich den Wert von Vertrauen und echter Freundschaft kennengelernt... den wirklich wichtigen Dingen des Lebens, jenen, die auch darüber hinaus Bestand haben.

In Gedanken und mit den Gefühlen bei Namé und seiner Familie.

 
     
 
 
 
Henriette Leonhard, Maria Vaughn, Donald Vaughn
Frankfurt am Main, 03.05.2004
 
Am Vorabend seiner Gehirnoperation saßen wir zusammen mit Namé und er wusste, dass die Operation lebensgefährlich sein wird. So kam das Thema Lebensziele auf. Den genauen Wortlaut kann ich nicht wiedergeben, aber ein Begriff ist mir in Erinnerung geblieben:
 
"Wie ich die Dinge sehe..."
     
  So hat er sinngemäß weiter gesprochen:  
  Zuerst war ich ziemlich deprimiert gewesen. Ich habe viel nachgedacht über mein Leben. Ich habe ..'kein Kind gezeugt, keinen Baum gepflanzt und kein Haus gebaut usw.' Ich dachte immer, was habe ich geleistet? Das war natürlich die falsche Betrachtungsweise. Leistung war nie mein Ding. Was wollte ich, was habe ich gemacht, was hat mich motiviert? Und dann kam ich drauf: wo immer ich war, wenn ich Dinge gesehen habe, die nicht richtig waren, Sachen nicht richtig gelaufen sind, habe ich versucht, etwas zu ändern, so dass es besser läuft, ob es zwischenmenschliche Beziehungen waren oder ob es gestaltungsmäßig war. Ich habe keine Antworten gehabt, sondern nur gesagt "wie ich die Dinge sehe"; versucht den Dingen eine andere Perspektive zu geben, ein Katalysator zu sein. Ich bin kein großer Künstler, aber ich kann sagen "wie ich die Dinge sehe" und wenn ich dadurch was verbessert habe, dann ist das o.k., dann bin ich mit mir zufrieden.  
     
  Wir danken Euch allen für die schönen Erinnerungen an Namé. Sie haben uns gezeigt, dass Namé in seiner Art und Weise ein erfolgreiches Leben gehabt hat und das ist der größte Trost den wir haben können.  
     
     
   
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